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Runder Tisch im Rathaus: Gasbeleuchtung kann erhalten werden

Am Donnerstag, 1.10.2015, traf sich der Runde Tisch zum Thema Gasbeleuchtung im Rathaus. Herzlichen Dank an den Beigeordneten Dr. Keller und OB Geisel, dass wir dabei sein konnten.

Die Verwaltung stellte das Gutachten eines Beratungsunternehmens und der Anwaltskanzlei Becker Büttner Held zu den technischen und juristischen Fragen der Gasbeleuchtung vor. Die Stadtwerke nahmen zu Fragen der Ersatzteilbeschaffung und anderen Aspekten des Betriebs Stellung. Beide Referate walzten mögliche Probleme langatmig aus und stellten die notwendigen Prozesse überaus detailliert dar. Für einen Laien hörte sich das alles sehr beeindruckend und zum Teil auch besorgniserregend an. Doch letztlich kamen die Experten zu dem Schluss, dass alles mit vertretbarem Aufwand lösbar sei.

Wir haben das zum, Anlass genommen, die folgende Pressemitteilung herauszugeben:
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Pressemitteilung

Runder Tisch im Rathaus zur Gasbeleuchtung:


Erhalt der Gaslaternen weder technisch noch juristisch ein Problem


Gasbeleuchtung ist wirtschaftlich und ökologisch vernünftig


Düsseldorf, 2.10.2015 – „Dem Erhalt der Gaslaternen in Düsseldorf stehen weder technische noch juristische Probleme im Wege.” So fasst Lutz Cleffmann, Mit-Initiator der Initiative Düsseldorfer Gaslicht, die Vorträge der Experten am Donnerstag beim runden Tisch im Rathaus zusammen. Jetzt könne sich die Diskussion nur noch um wirtschaftliche und ökologische Fragen drehen. In beiden Bereichen gebe es gute Argumente für den Erhalt der Gasbeleuchtung. „Wir sind sicher, dass bei sachlicher Betrachtung der Abriss der Gaslaternen bald vom Tisch sein wird”, zeigt sich Cleffmann optimistisch.

Am Donnerstag hatte zunächst die Stadtverwaltung die Gutachten einer Beratungsgesellschaft und der Rechtsanwaltskanzlei Becker Büttner Held zu grundlegenden Fragen technischer und rechtlicher Sicherheit vorgestellt. Beide kommen zu dem Schluss, dass zwar in geringem Umfang technische Anpassungen erforderlich sind, dem Weiterbetrieb der Gasbeleuchtung grundsätzlich aber nichts im Wege steht.

Bernhard Lange stellte anschließend für die Stadtwerke Düsseldorf sehr ausführlich die notwendigen Zertifizierungsprozesse dar. Auf entsprechende Nachfrage aus dem Teilnehmerkreis erklärte er, dass diese ohne Weiteres leistbar seien und auch keine großen Kosten verursachen würden. Auch wenn nur, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, eine geringe Anzahl von Gasleuchten erhalten bleibe, müssten diese Zertifizierungen erfolgen.

„Einer Diskussion um die Wirtschaftlichkeit der Gasbeleuchtung sehen wir gelassen entgegen”, erklärt Cleffmann. Selbst bei dem von der Verwaltung jetzt genannten Betrag von 5.000 Euro pro neuer LED-Leuchte, sei die Gasbeleuchtung unter dem Strich günstiger. Im langjährigen Mittel muss seriös mit einem Zinssatz von 4,5 Prozent gerechnet werden. Das sind 250 Euro pro Jahr. Hinzu kommen bei einer angenommenen Lebensdauer von 40 Jahren weitere 2,5 Prozent Abschreibung, also 125 Euro. Insgesamt sind das 375 Euro pro Jahr und damit deutlich mehr als die rund 280 bis 300 Euro Mehrkosten, die der Unterhalt einer Gaslaterne erfordert. Hochgerechnet auf die derzeit vorhandenen 15.000 Gaslaternen läge die Mehrbelastung durch den Abriss bei rund 1,4 Millionen Euro pro Jahr.

Dass die Aufwendungen in der Praxis noch wesentlich höher liegen, hat der Bund der Steuerzahler erst vor Kurzem wieder festgestellt. Bei einem realistischen Wert von 10.000 Euro pro Lichtpunkt lägen die Mehrkosten durch den Umstieg sogar bei 2,8 Millionen pro Jahr.

Auch wenn es darum geht, Kohlendioxid einzusparen, gibt es wesentlich effizientere Wege als den Abriss von Gaslaternen. Gebäudedämmung oder Windkraft sind mindestens zehn mal effektiver. „Es ist ein Gebot wirtschaftlicher und ökologischer Vernunft, die Gasbeleuchtung zu erhalten”, stellt Cleffmann abschließend fest.
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