Aktuelles zu den Gaslaternen | Initiative Düsseldorfer Gaslicht

Umdenken bei der Stadtverwaltung?

Recht erfreulich verlief jetzt ein Gespräch, das wir im kleinen Kreis mit der neuen Planungsdezernentin Cornelia Zuschke hatten. Bürgerwille und Denkmalschutz werden wohl künftig in den Plänen der Stadtverwaltung eine deutlich größere Rolle als bisher spielen.Weiterlesen…
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GasLichtSpaziergang in Kaiserswerth!

Im ältesten Stadtteil von Düsseldorf stehen bei Dunkelheit viele historische Bauwerke im verzaubernden Schein von Gaslaternen. Die Besonderheiten dieser Symbiose von hochwertiger Beleuchtungstechnik aus dem 19. Jahrhundert mit viel älteren und historisch wertvollen Gebäuden wird bei dem Rundgang fachkundig erläutert und erlebbar!

  • Termin: Freitag, 30. Juni 2017, 20:00 Uhr
  • Treffpunkt: Klemensbrücke, Kaiserswerther Markt, vor Haus Nr.40 (hohes Haus, ehemaliger Hochbunker)!
  • Führung: Reinhard Lutum und Andy Gasketeer

Kooperationsveranstaltung des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und
Landschaftsschutz (RVDL) mit Andy Gasketeer und der Initiative Düsseldorfer Gaslicht.
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Im Hofgarten leuchten bald wieder Gaslaternen

Die Stadtwerke haben damit begonnen, die Gasbeleuchtung im Hofgarten wieder herzustellen. Im ersten Schritt wurde das Rohrnetz erfolgreich auf Dichtigkeit geprüft. Inzwischen sind auch neue Masten aufgestellt und angeschlossen worden. Jetzt ist erst mal Pause, um der Tour de France Platz zu machen. Die weiteren Arbeiten erfolgen dann nach dem Grand Depart.

Neue_Gaslichtmasten_Hofgarten
Einer der neuen Stahlmaste. Die Arbeiten haben im Bereich am Opernhaus begonnen.
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Gaslicht-Filmpremiere im Cinema

Gaslaternen sind ein Alleinstellungsmerkmal Düsseldorfs. Die flächendeckende Gasbeleuchtung ist ein Pfund, mit dem das Stadtmarketing wuchern könnte. Stadtverwaltung und die meisten Mitglieder des Stadtrats sehen das aber nach wie vor anders. Sie wollen nur ein paar Alibi-Stücke dieses wertvollen Kulturerbes erhalten.

Wir demonstrieren jetzt in einem kurzen Film, wie Gaslaternen für Düsseldorf werben können. Gemacht wurde er von Profis, die ihre Zeit kostenfrei zur Verfügung gestellt haben. Herausgekommen ist ein beeindruckender Imagefilm, der die Qualitäten unserer Heimatstadt herausstellt. Ganz deutlich wird, welchen Anteil die historische Gasbeleuchtung am unvergleichlichen Flair dieser Stadt hat.

Nähe und Weltoffenheit zugleich, das sind die Kernbegriffe der Ende letzten Jahres vorgestellten Dachmarkenstrategie für Düsseldorf. Im Film ist zu sehen und zu spüren, dass die Gaslaternen unbedingt dazugehören, wenn diese Leitlinien in konkrete Kommunikation umgesetzt werden.

Am Mittwoch, 31. Mai 2017 um 11:00 Uhr haben wir den Film im Cinema der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Medienresonanz war recht erfreulich und ist zum Teil im Pressespiegel zu sehen. Zu einer kleinen Bildergalerie geht es hier.
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Gaslaternen sind zukunftssicher

Zu Besuch in der Gaslichtwerkstatt der Stadtwerke


Gaslaterne_mit_Elektrozuendung
Die Stadtwerke haben die Technik im Griff. Davon konnten wir uns in der Gaslichtwerkstatt überzeugen. Dort ist ein engagiertes Team an der Arbeit, das intensiv an der Zertifizierung gearbeitet hat. Die Prototypen der Laternen mit Elektrozündung sind dort entwickelt worden und funktionieren. Hier das Alt-Düsseldorfer Modell mit Elektrozündung. Eine Bildergalerie von unserem Besuch bei den Stadtwerken gibt es hier.

Die Nachricht selbst hatte der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke, Dr. Udo Brockmeier, schon bei den Düsseldorfer Jonges verkündet: Die Stadtwerke Düsseldorf haben alle notwendigen Zertifikate erhalten, um alle Gaslaternentypen langfristig zu erhalten. Sie können sogar komplett neue Gaslaternen bauen und aufstellen. Wir hatten jetzt die Gelegenheit, uns bei den Fachleuten in der Gaslichtwerkstatt umzusehen und uns mit eigenen Augen davon zu überzeugen, wie sorgsam dort mit unserem kulturellen Erbe umgegangen wird.

Die Zertifizierung war ein ausgesprochen aufwendiger Prozess, in den ganz erheblich investiert wurde. Genaue Zahlen werden von den Stadtwerken zwar nicht genannt, aber allein die Tatsache, dass über 200 Zeichnungen von Bauteilen angefertigt werden mussten, lässt ahnen, wie viele Arbeitsstunden in das Projekt geflossen sind. Deutlich war im Gespräch mit Tim Schürmanns, dem Liter der Gaslichtwerkstatt, und seinen Mitarbeitern zu spüren, mit wieviel Engagement und Liebe zur Sache hier gearbeitet wird.

Zuständig für den Betrieb der Straßenbeleuchtung ist die Stadtwerke-Tochter Netzgesellschaft Düsseldorf mbH. Dort ist Tobias Kieslich der zuständige Abteilungsleiter. Er erläuterte uns die technischen Hintergründe. Vor allem erklärte er, warum es im Zuge der Umstellung auf eine neue Erdgassorte (H-Gas) erforderlich ist, in den nächsten Jahren mit der Umstellung der Gaslaternen auf Elektrozündung zu beginnen.

Heute werden die Gaslaternen in Düsseldorf durch eine kurzzeitige Erhöhung des Gasdrucks (Druckwelle) ein- und ausgeschaltet. Diese Druckwelle wird von verschiedenen Stationen im Stadtgebiet erzeugt. So ist sichergestellt, dass jede Laterne erreicht wird. Dieses System ist bewährt und funktioniert seit fast 100 Jahren. Voraussetzung ist jedoch, dass Düsseldorf ein einheitliches, zusammenhängendes Netz hat. Das wird künftig nicht mehr möglich sein, weil das Gas von vier Lieferanten kommt, die leicht unterschiedliche Qualitäten anbieten. Deshalb muss das Netz in vier Bereiche geteilt werden.

An den Rändern dieser Bereiche kann es dann sein, dass die Druckwelle nicht mehr stark genug ist, um die Gaslaternen zuverlässig zu zünden. Hier muss vordringlich auf Elektrozündung umgestellt werden. Langfristig werden alle Gaslaternen umgestellt, da heute unverbranntes Gas ausströmt, wenn eine Laterne nicht zündet. Das ist nach der Niederdruckanschlussverordnung (NDAV) nicht zulässig. Außerdem entfällt durch die Elektrozündung der Gasverbrauch der Zündflamme und die Zahl der Störungen reduziert sich. Diese Umstellung kann aber nach und nach erfolgen.

Gaslaternen können erneuert werden

Grundsätzlich gilt für jede Düsseldorfer Gaslaterne Bestandsschutz und sie kann so lange weiter betrieben werden, bis sie – meistens wegen Korrosion am Mast – ersetzt werden muss. Erst dann muss eine neue zertifizierte Laterne aufgestellt werden. Ein Strömungswächter und ein Absperrventil werden am Mastfuss zusätzlich eingebaut und die Laterne insgesamt auf den neuesten technischen Stand gebracht. Wenn Politik und Stadtverwaltung es wollen, muss also keine einzige Gaslaterne in Düsseldorf mehr entfernt werden!
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Wahlprüfsteine: Aktualisierte Antworten

Drei Fragen zu Gaslaternen haben wir den 20 Düsseldorfer Landtagskandidaten von Bündnis 90/Grüne, CDU, FDP, Linke und SPD gestellt. Eigentlich hätte als Antwort jeweils ein simples Ja oder Nein gereicht. So knapp ging es dann aber doch nicht bei denjenigen, die sich entschlossen haben uns zu antworten. Insgesamt haben sich sechs Kandidaten die Mühe gemacht, sich mit unseren Fragen auseinanderzusetzen. Dafür danken wir recht herzlich.

Leider ist die Stellungnahme der Grünen im SPAM-Filter unseres Postfach hängen geblieben. Deshalb war diese in unserer ersten Veröffentlichung nicht enthalten. Wir haben diesen Fehler jetzt korrigiert und bitten um Entschuldigung.

Absolute Funkstille herrschte zunächst der CDU. Nach der Erstveröffentlichung unserer Ergebnisse erreichte uns dann noch eine Stellungnahme von Peter Preuss. Auch Marion Warden von der SPD antwortete erst spät.

Wir haben uns erlaubt, die Essenz aus den teils ausführlichen Antworten herauszudestillieren. Ein Klick auf den Namen führt zu den Originalantworten. Vielleicht geben sie ja dem ein oder anderen noch ein wenig Entscheidungshilfe für Sonntag. Zur Erinnerung: Die Erststimme ist immer für den Wahlkreiskandidaten persönlich, die Zweitstimme für die Landesliste der Partei.

Das waren unsere Fragen:


  1. Ist die Düsseldorfer Gasbeleuchtung für Sie ein erhaltenswertes Denkmal der Industriekultur?
  2. Falls Sie in den Landtag gewählt werden: Werden Sie sich dafür einsetzen, dass der Erhalt der Düsseldorfer Gasbeleuchtung vom Land ebenso gefördert wird wie der von Zechen und Kokereien im Ruhrgebiet?
  3. Die Gasbeleuchtung verursacht rund 0,7 Prozent der CO₂-Emissionen in Düsseldorf. Halten Sie es für vordringlich, hier unabhängig von allen wirtschaftlichen Erwägungen eine Reduktion herbeizuführen?

Frage 1
Frage 2
Frage 3
Bündnis 90/Grüne
Astrid Wiesendorf
nein
ja
ja
Monika Düker
nein
ja
ja
Stefan Engstfeld
nein
ja
ja
Martin-Sebastian Abel
nein
ja
ja
CDU
Olaf Lehne
Marco Schmitz
Angela Erwin
Peter Preuß
ja
ja
nein
FDP
Felix Droste
Sönke Willms-Heyng
ja
ja
nein
Rainer Matheisen
ja
ja
nein
Christine Rachner
ja
ja
nein
Linke
Helmut Born
teilweise
nein
nein
Alev Demirel
Anja Vorspel
Natalie Meisen
SPD
Markus Herbert Weske
ja
nein
Martin Volkenrath
jein
jein
Marion Warden
jein
nein
ja
Walburga Benninghaus

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